Porträt der Armbrustschützen-Gesellschaft (ASG) Zug
Die ASG Zug wurde 1882 gegründet. Sie ist damit die älteste der sechs Armbrustsektionen des Kantons Zug sowie eine der ältesten der rund 130 Armbrustsektionen in der Schweiz. Die ASG Zug gehört zur I. Kategorie - der Nationalliga A des Armbrustschiessens. Heute zählt der Verein rund 30 Mitglieder. Das Alter der Mitglieder liegt zwischen 15 und 80 Jahren. Diese Zahlen zeigen, dass das Armbrustschiessen an keine Alterslimite gebunden ist. Der Armbrustschiesssport ist auch für Frauen und Mädchen bestens geeignet.
Die ASG Zug ist einer der erfolgreichsten Vereine im Kanton Zug. In den letzten Jahren konnten grosse Erfolge gefeiert werden: So wurde die 1. Mannschaft 1997 und 1998 Schweizer-Meister in der Eidg. Gruppenmeisterschaft und auch die Nachwuchsschützen/Junioren eroberten sich in den Jahren 1995 und 1998 Gold in der Eidg. Nachwuchs-gruppenmeisterschaft. 2002 wurden die Zuger Nachwuchsschützen an der Zentralschweizer Gruppenmeisterschaft hervorragende Zweite. 2001 belegte die 1. Mannschaft den 4. Rang an der Eidg. Gruppenmeisterschaft. 2002 und 2003 stand sie mit dem 2. bzw. 3. Platz jeweils auf dem Podest. 2006 fehlte lediglich ein winziger Punkt zum Gewinn der Bronzemedaille. Auch 2007 (7. Rang) und 2008 (5. Rang) fehlte jeweils nur wenig für einen Medaillengewinn. In der noch jungen Eidg. Mannschaftsmeisterschaft schaffte die ASG Zug im Jahr 2007 den Aufstieg von der Nationalliga B in die Nationalliga A. Bereits im ersten Jahr nach dem Aufstieg gewann die erste Mannschaft im Jahr 2008 völlig überraschend die Silbermedaille. Die ASG Zug sicherte sich aber auch innerhalb des Zentralschweizer Verbandes verschiedene Titel. So gewann das Fanionteam im Jahr 2000, 2003 sowie 2005, 2006 und 2007 die Gruppenmeisterschaft und seit 1994 eroberten mit Nils Garo (4), Ralph Peter (2) und Patrick Jordi (2) junge Zuger den Zentralschweizer Juniorentitel. Zudem schaffte mit Nils Garo zum ersten Mal ein Zuger den Sprung in die Juniorennationalmannschaft. An den Weltmeisterschaften 1997 in Ringgenberg (CH) und 1999 in St. Veit (A) gewann er mit der Mannschaft zwei Bronze- und eine Silbermedaille.
Die ASG Zug zeichnete sich auch als Organisatorin wichtiger Armbrustschützenfeste aus. So fand im Jahre 1956 das 11. Eidg. Armbrustschützenfest mit rund 1'500 Schützen auf dem Areal des Zuger Stierenmarktes statt. Nach einem Um- und Anbau der aus dem Jahre 1942 stammenden Schiessanlage führte die ASG Zug 1970 ein Standeinweihungsschiessen durch und 1974 fand ein Standartenweihschiessen statt, nachdem die ASG Zug eine neue Standarte erhalten hatten. Der letzte grössere Schiessanlass geht auf das Jahr 1982 zurück, als die ASG Zug ihr 100-jähriges Bestehen im Rahmen eines mehrtägigen Schützenfestes feierte. Im Zusammenhang mit diesem Jubiläum gab die ASG Zug auch eine Vereinschronik ergänzt mit Beiträgen über das Armbrustschiessen heraus. Das Buch kann über das Vereinssekretariat bezogen werden. 1995 erhielten die Zuger Armbrustschützen eine neue Vereinsfahne, welche die alte aus dem Jahre 1895 ablöste. Dieses Ereignis wurde zusammen mit den übrigen Zuger Armbrust-Sektionen mit einem Festakt auf dem Gubel und mit einem Freundschaftsschiessen gefeiert. Von 1988 bis 2008 führte die ASG Zug während der Zuger Messe jedes Jahr ein Schiessen für jedermann durch. Tausende von interessierten Personen wurden dabei von Mitgliedern der ASG Zug mit dem Armbrustschiessen vertraut gemacht.
Im Zusammenhang mit einer Grossüberbauung (u. a. neues Eisstadion) musste auch der Schiessstand der ASG Zug an der Allmendstrasse weichen, der in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts erstellt worden war. Die Stadt Zug hat für die ASG Zug in der Kollermühle eine neue Heimat gefunden und dort einen neuen Armbrustschiessstand gebaut. Der neue Schiessstand konnte Mitte März 2009 seiner Bestimmung übergeben werden. Mit der Zuger Kantonalmeisterschaft vom 9. Mai 2009 wurde der Schiessstand im Beisein von Behörden, Sponsoren und Gästen offiziell eröffnet.